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Investment Promotion: Frischzellenkur für Standorte


Der Standort Schweiz kämpft nicht exklusiv um Ansiedlungen: Alleine die internationale Dachorganisation WAIPA zählt 250 Mitgliedsorganisationen aus über 160 Ländern. Weltweit macht die Zahl der nationalen, regionalen und lokalen Standortförderungsorganisationen ein Vielfaches davon aus. Diese kämpften 2015 weltweit um geschätzte 14'000 „Greenfield-FDI“-Projekte. Denn die Promotion von Wirtschaftsstandorten lohnt sich: wer sich im Standortwettbewerb geschickt positioniert, gewinnt nicht nur neue Technologien und frische Köpfe, sondern auf Dauer auch ein erhebliches Steuersubstrat.

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Begehrtes „Greenfield FDI“

„Greenfield FDI“ ist eine Form von ausländischen Direktinvestitionen, bei denen die Muttergesellschaft ihre Tätigkeit in einem fremden Land von Grund auf neu aufbaut. Nebst neuer Produktionsanlagen können diese Projekte auch den Bau neuer Distributionszentren, Büros oder Forschungseinheiten umfassen. Weitere Formen von FDI sind Unternehmensakquisition (Mergers & Akquisition) oder Joint Ventures. Entsprechend sind diese Projekte begehrt und umworben.

Standort Schweiz: Stabilisierung der Ansiedlungen im Jahr 2015

Die Ansiedlungen ausländischer Unternehmen in der Schweiz sind seit 2006 regelrecht eingebrochen. Erst 2015 haben sich die Ansiedlungen in die Schweiz auf tiefem Niveau stabilisiert. Für den Rückgang verantwortlich ist die Tatsache, dass die globalen Ströme für Foreign Direct Investments (FDI) sich v.a. auf die Wachstumsmärkte Asien, Südamerika und Afrika konzentrieren. Europa ist längst nicht mehr der Nabel der Welt.

Auf oberstes Wertschöpfungssegment zielen

Doch mit diesen Veränderungen sind auch zahlreiche Chancen verbunden: zwar gibt es zahlenmässig weniger Projekte, diese stammen dafür meist aus dem obersten Wertschöpfungs- und Technologiebereich. Entsprechend sind Wirtschaftsförderungsorganisationen noch stärker gefordert, schnell und verbindlich sowie mehrsprachig die gewünschten Standortinformationen zur Verfügung zu stellen. Die Anforderungen an die Teams, die Abläufe und v.a. die Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen haben sich massiv verändert. So können auch innerhalb der Schweiz nur noch wenige Standorte regelmässig punkten.

Frischzellenkur und Steuersubstrat

Investment Promotion ist die „Frischzellenkur“ für jeden Wirtschaftsraum und auch ein Indikator, wie kompetitiv ein Standort mit seinen Standortfaktoren im Wettbewerb um Direktinvestitionen ist. Mit Ansiedlungen kommen nicht einfach nur neue Technologien und hochtalentierte Mitarbeitende aus dem Hightech-Bereich an einen Standort, damit verbunden ist auch ein erhebliches wiederkehrendes Steuersubstrat für die öffentliche Hand. Pro geschaffenen Arbeitsplatz kann ein jährlich wiederkehrendes Steuersubstrat von CHF 30’000.- gewonnen werden, wenn die Steuererträge aller Staatsebenen, d.h. direkte wie indirekte Steuern der juristischen und natürlichen Personen, kummuliert werden. Ein durchschnittlicher Ansiedlungsfall in der Schweiz generiert im ersten Jahr rund 6 Arbeitsplätze, im dritten Jahr bereits 14 Arbeitsplätze. Ein Ansiedlungsfall hat somit konservativ betrachtet durchschnittlich jährlich wiederkehrende Steuereinnahmen von CHF 300’000.- zur Folge. Standorte, die sich im Standortwettbewerb geschickt positionieren, gewinnen nicht nur neue Technologien und frische Köpfe, sondern auf Dauer auch ein erhebliches Steuersubstrat.


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