• Remo Daguati, CEO LOC AG

Social Media Marketing lässt sich nicht verordnen


Die digitale Reputation einer Firma ist die Summe des digitalen Footprints des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden. So simpel diese Erkenntnis auch ist, so schwer tun sich Führungskräfte damit, als Vorbild voran zu schreiten. Social Media lässt sich aber nicht verordnen. Erfolg im Social Media Marketing hängt nicht nur vom Marketing-Budget ab, mit welchem man Suchmaschinen füttert und Rankings beeinflusst. Erst wenn sich Mitarbeitende in den wichtigsten Social Media Kanälen engagieren und mit der eigenen Firma verbinden, kann die digitale Reputation gesteigert werden.

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Viele Führungskräfte ohne Präsenz

Die Erstellung von Inhalten hat durch den Zuwachs von neuen digitalen Medien und Kanälen (Bilder, Filme, Apps, Social Media etc.) an Komplexität gewonnen. Die zunehmende Vielfalt stellt immer grössere Anforderungen an Führungskräfte. Sie müssen sich einerseits selbst als digitale Identität entdecken, was viele lustlos vor sich hinschieben. Seit Suchmaschinen gewichten, wie aktiv ein Unternehmen und ihre Mitarbeitenden auf Social Media Kanälen agieren und welche Dialoge sie auslösen, wird die digitale Reputation nur bei Firmen gesteigert, welche ihre Mitarbeitenden gezielt an Social Media heranführen und auch auf diesen Kanälen präsent sind. Führungskräfte können sich dem Thema immer weniger verschliessen.

Sich mit Job öffentlich identifizieren

Bei einem Arbeitgeber als Mitarbeiter sinnstiftende Arbeit zu verrichten, ist bereits ein hoher Anspruch. Sich darüber hinaus auf Social Media zu seinem Arbeitgeber und seinen Produkten oder Dienstleistungen zu bekennen, wo man hauptsächlich Beziehungen zu ehemaligen Studien- oder Arbeitskolleginnen, Peers, Freunden oder Stakeholdern pflegt, löst bei vielen Mitarbeitenden Unbehagen aus. Social Media verwischt eben auch die Grenze zwischen Privat- und Geschäftsleben. Wenn Führungskräfte engagiert und als Vorbild vorausgehen, Social Media während der Arbeit zu nutzen und dabei gewinnbringend für die Firma einzusetzen, dann ziehen auch die Mitarbeitenden nach.

Anreize setzen

Unternehmen sollten definieren, welches die relevanten Social Media Kanäle sind, in denen ein Engagement der Mitarbeitenden erwartet wird. Trainings tragen dazu bei, dass die Mitarbeitenden über die Do’s and Don’ts Bescheid wissen und Berührungsängste abbauen. Individuelle oder teambezogene Jahresziele können motivieren, Social Media Netzwerke für die Kundenbindung und -gewinnung einzusetzen. So kann man beispielsweise ein Team Ende Jahr daran messen und honorieren, welchen Anteil der „Social Traffic“ zu den Webseitenaufrufen beiträgt oder um wieviel dieser gesteigert werden konnte.

Knackige Inhalte motivieren

Ein Unternehmen kann von seinen Mitarbeitenden erst erwarten, sich in sozialen Medien zu bewegen, wenn knackige Inhalte, Aktionen, Events oder Informationstools geboten werden. Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass sie in Social Media Kanälen nicht staubig wirken und dennoch gehaltreich bleiben. Bilder und Videos müssen die Mitarbeitenden unterstützen, ihr Netzwerk zu erweitern. Auch sollten die Inhalte nicht für Print oder Web, sondern eben für Social Media aufbereitet sein.


Social Media Marketing @ LOC

Der LOC-Ansatz beim Social Media Marketing umfasst einen Grobcheck des digitalen Footprints der Kunden. Basierend darauf kann ein halbtägiger Workshop mit der Geschäftsleitung, dem Marketing- oder Verkaufs-Team durchgeführt werden. Lücken zu Social Media Marketing sind rasch geschlossen und kurz- sowie mittelfristige Massnahmen abgeleitet. Kunden können so ihre digitale Reputation rasch verbessern.

Von 2011 bis 2016 leitete Remo Daguati die Promotion des Wirtschaftsstandorts Schweiz im Ausland. Durch die systematische Digitalisierung aller Vermarktungskanäle in neun Sprachen konnte die Kundenakquisition mit klassischen Ansätzen (Print, Events, persönliche Beratung) verbunden werden. Seit 2016 ist Remo Daguati als unabhängiger Berater tätig. Er hat zwei Master Abschlüsse in Public Management (Universität St.Gallen HSG) sowie International Supply Chain Management (Eidg. Technische Hochschule ETH).

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