• Remo Daguati, CEO LOC AG

Wie sich Mobiliätstrends auf die Standortattraktivität auswirken


Die Autohersteller präsentieren in ihrer Produktepalette immer mehr Elektroautos. Diese werden zudem von reinen Fahrzeugen zu digitalen Schaltzentralen, welche die Vernetzung zwischen Fahrzeugen, autonomes Fahren und Car-Sharing ermöglichen. Diese Trends werden einen deutlichen Einfluss auf die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten haben.

Bei der Suche nach einem Arbeits- und Wohnstandort stehen die Faktoren Ruhe, öffentlicher Verkehr, Arbeitsweg und die Erreichbarkeit mit dem Auto zuoberst. Entsprechend haben diese Faktoren einen Einfluss auf die Attraktivität eines Standorts. Verschiedene Trends im Mobilitätsbereich haben das Potential, die Attraktivität eines Standorts auf Dauer zu verändern.

Aufwertung von Standorten dank weniger Lärm

Dank der Lärmminderung durch immer mehr Elektromobiliät verändern sich Standort-Vorteile. Elektromotoren sind wesentlich leiser als Verbrennungsmotoren. Mit einem steigenden Anteil der Elektromobilität wird sich auch die Lärmsituation in heute stark belasteten Gebieten verbessern. Dies kann im besten Fall zu einer Aufwertung der Standortgüte führen und so neue Käufer- und Investorensegmente öffnen.

Vernetzung reduziert Stauwartezeiten, Parkplatzsuche und Fehlfahrten

Im Jahr 2020 werden nach Schätzungen von Experten zwischen 50 und 70 Prozent der Fahrzeuge untereinander vernetzt sein und Daten austauschen. Fahrer werden noch besser auf Engpässe vorgewarnt und können Ausweichrouten planen. Dadurch kann etwa ein ineffizientes Suchen nach Parkplätzen in Innenstädten verringert werden. Das selbstständige Einparken des Wagens beim Restaurantbesuch oder Einkauf ist dann nur noch Formsache.

Autonomes Fahren erhöht Kapazitäten

Autonome Autos könnten gemäss einer Studie des Bundesamtes für Raumentwicklung die Strassenkapazität bis 2040 um mindestens einen Drittel erhöhen. Fahrzeuge bilden Konvois mit weniger Temposchwankungen und Unfällen: in der Folge gibt es weniger Staus. Weil Computer schneller bremsen als Menschen, könnten Abstände zwischen Fahrzeugen gefahrlos auf die Hälfte schrumpfen. Mit der bestehenden Infrastruktur wird ohne zusätzliche Investitionen deutlich mehr Verkehr bewältigt. Der heute häufig noch defizitäre öffentliche Regionalverkehr kann künftig durch autonome Rufbusse oder geteilte Autos ersetzt werden, wodurch sich gerade im ländlichen Raum neue Chancen für eine verbesserte Wohnortattraktivität bieten.

Car Sharing verbessert Auslastung von Fahrzeugen

Sind Autos jederzeit zu orten, bieten sich neue Möglichkeiten für das Flottenmanagement und das Autoteilen (Carsharing). Automobilhersteller und Dienstleistungsunternehmen stellen mehr und mehr Autos für fremde Nutzer bereit. Künftig wird längst nicht mehr jeder ein eigenes Auto besitzen, sondern bei Bedarf mit einem fremden Auto fahren. Carsharing wird zudem nicht nur die Autobranche fordern, sondern auch den Anbietern im öffentlichen Verkehr neue Ideen abverlangen.


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