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  • Remo Daguati, CEO LOC AG

Haptik spielt auch in der Standortpromotion


Solange Menschen den Tastsinn nutzen und dieser nicht verkümmert, werden haptische Elemente in der Vermarktung ihre Berechtigung haben. Augen können Menschen täuschen, Ohren Missverständliches hören lassen, Gerüche können übertüncht werden. Der Tastsinn hingegen ist ein Nahsinn und damit auch eine Art Wahrheitssinn. Geometrie, Oberfläche, Material, Masse und Temperatur können bei einem Gegenstand erfühlt werden, d.h. ein Verfühlen ist praktisch unmöglich. Durch das Greifen entsteht Wahrheit, Vertrauen und damit auch Reputation.

Die Erscheinung von sichtbaren Hilfsmitteln, welche die Vorzüge des Standorts dokumentieren, ist deshalb wichtig. Lage und Gebäudequalität der Verkaufs- und Präsentationsräume, die Wahl der Hotels für Seminare, Management-Meetings an exklusiven Orten (Sightseeing), besondere Speisen zur Verpflegung, auffällige Expo-Displays und Messestände, die Verständlichkeit und das Design von Informationsmaterialien und anderen Elemente (Dress-Code, Give-Aways etc.) können dazu beitragen, Investoren zu beeindrucken und ihre Anerkennung zu gewinnen.

Stimulation der Sinne

Physische Gegenstände ermöglichen auch die Stimulation mehrerer Sinne und deshalb

zu besserem und nachhaltigerem Marketing-Erfolg. Eine multisensuelle Verstärkung einer Botschaft führt mit jedem Sinneseindruck zu einer exponentiellen Steigerung der Gehirnaktivitäten. Dabei steigt der Eindruck von Sehen, über Hören zu Berühren markant. Kreative Print- und Marketing-Produkte, die überraschen, sich einprägen, herausstechen und emotional berühren, sind etwa Endlosfaltkarten, Wackelkarten, Rubbelkarten oder aufklappbare Broschüren. Aber auch Möglichkeiten durch den 3D-Druck sowie 3D-Visualisierungen können das haptische Erlebnis ergänzen

Gefragt: Touch-Ersatz

Produkte und Dienstleistungen lassen sich mehr und mehr digital berührbar machen (so quasi eine virtuelle Haptik), denn digitale Medien führen mehr und mehr zu einem „Touch-Ersatz“. Über Touchscreens können für Gegenstände und Produkte Berührungen gedanklich simuliert werden, es lässt sich ein regelrechtes Kopfkino erzeugen. Da Berühren das Besitzgefühl erweckt (Endowment-Effekt), können haptische Elemente auch in der Standortpromotion Wirkung entfalten. Mit zusätzlichen Bildern (Galerien) oder 3D-Effekten (Virtualisierung) können Wirkungen verstärkt werden. Entsprechend lohnt es sich, Offline-Medien vermehrt mit den digitalen Medien zu verheiraten. Druck und Papier können mit Services ergänzt werden (Beratung, Prozesse, Organisation). „Digital-to-Print“-Ansätze funktionieren sehr gut, dies verlangt aber neue Software (Cross-Media-Publishing-Solutions, Rich-Media-Asset Databases), neue Prozesse (Editing, Tagging, Layout-/Style-Sheets, Distribution, Controlling) und verlangt von klassischen Rollen (Texter, Publisher) völlig neue Arbeitsweisen (Rich-Media Redaktor, Cross-Media-Publisher, Print-on-Demand).

Besitzgefühl wecken

Wer anstatt mit einer Computer-Maus mit seinen Fingern ein Bild anklickt, grosszieht, zoomt und betrachtet, hat ein höheres Besitzgefühl und eine höhere Zahlungsbereitschaft als jemand, der eine Maus verwendet. Mit der zunehmenden Verbreitung von Mobile Devices werden Menschen eine psychologische Inbesitznahme erleben, die den subjektiven Wert eines Produkts erhöht.


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