• Remo Daguati, CEO LOC AG

Ansiedlungen Schweiz 2017: weniger Projekte, mehr Arbeitsplätze


Mit 1'555 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im 2017 schliesst die Statistik der Standortpromotion von Bund und Kantonen positiv ab. Bei den neu geschaffenen Arbeitsplätzen kann gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus von 550 Arbeitsplätzen verzeichnet werden. Dieses Resultat stärkt das Bild der Standortpromotion, die bei Ansiedlungen in der Schweiz bereits seit 2012 auf Mehrwert und Qualität setzt.

Einmal pro Jahr erhebt die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektorinnen und Volkswirtschaftsdirektoren VDK in Zusammenarbeit mit den kantonalen Wirtschaftsförderstellen die Zahlen für neue Ansiedlungen ausländischer Firmen und die damit geschaffenen Arbeitsplätze in der Schweiz. Dabei handelt es sich um die Ansiedelungen, welche durch die kantonalen und nationalen Standortpromotionsstellen erreicht worden sind.

2017: Schweizweit weniger Firmen angesiedelt, dafür mehr Arbeitsplätze Mit 245 Firmenansiedlungen wurden im 2017 gegenüber dem Vorjahr schweizweit 20 Firmen weniger angesiedelt. Obschon bei den neu zugezogenen Unternehmen ein leichtes Minus zu verzeichnen ist, überwiegen die neu geschaffenen Arbeitsplätze im ersten Jahr mit einem Plus von über 50 Prozent. Neben der geschäftlichen Fokussierung haben zu dieser positiven Entwicklung sicherlich auch eine generell bessere Wirtschaftslage und die konstant gute Arbeit der kantonalen, regionalen und nationalen Wirtschaftsförderungen beigetragen. Aufgrund der verschiedenen Umfeldfaktoren, welche einen Einfluss auf das Ansiedlungsgeschäft haben, unterliegen diese teils erheblichen jährlichen Schwankungen.

Westschweiz: Zufriedenstellende Ergebnisse

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Westschweiz, die Greater Geneva Berne Area (GGBa), konnte im vergangenen Jahr 88 neue Unternehmen für die Region gewinnen. Mit 88 Geschäftsstandorten und der geplanten Schaffung von 955 Arbeitsplätzen in den nächsten drei Jahren werden die GGBa-Ergebnisse für 2017 als zufriedenstellend betrachtet.

Greater Zurich Area: Gleichviel Projekte, deutlich mehr Arbeitsplätze

Die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area AG (GZA) siedelte im Jahr 2017 zusammen mit ihren kantonalen und städtischen Partnern 100 ausländische Firmen in den acht Kantonen des Wirtschaftsraums Zürich an. Die Unternehmen planen, in den nächsten fünf Jahren rund 1500 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mit 100 Ansiedlungen ausländischer Unternehmen war 2017 wie schon das Vorjahr (105 Ansiedlungen) erfolgreich. Die neu angesiedelten Unternehmen schufen im Berichtsjahr 834 Arbeitsplätze (Vorjahr: 446). Sie planen, in den nächsten fünf Jahren 1471 neue Stellen zu schaffen.

Basel Area: Stabile Entwicklung

In ihrem Jahresbericht 2017 zeigt sich BaselArea.swiss zufrieden mit der Entwicklung. Zwar pendelte sich die Zahl der betreuten Ansiedlungen nach dem Rekordjahr 2016 wieder auf dem Vorjahresniveau ein. 2017 unterstutzte BaselArea.swiss 26 Unternehmen bei Ansiedlung und Zuzug. Die Qualität der Ansiedlungen sei unverändert hoch, was sich nicht zuletzt in der relativ hohen Zahl von geschaffenen und geplanten Arbeitsplätzen bei diesen Unternehmen zeigt: Die im Jahr 2017 zugezogenen Unternehmen geben an, im Lauf der nächsten drei bis fünf Jahre insgesamt über 500 neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen.

Ostschweiz: Verzicht auf Kommunikation

Wie in den Vorjahren verzichtet die St.GallenBodenseeArea auf eine Kommunikation der Ansiedlungszahlen. Man sei nicht dort, wo man gerne wäre, heisst es von offizieller Seite. Aufgrund der Leistungszahlen aus den anderen Landesteilen muss davon ausgegangen werden, dass die Ostschweizer Promotionsorganisation bei den Marktanteilen hinter anderen Regionen deutlich zurückfällt.

Nationale Strategie: Fokus auf Schlüsselbranchen ICT und Life Sciences

Für die Jahre 2017 bis 2019 ist für die nationale Standortpromotion eine neue Basisstrategie ausgearbeitet worden. Dabei wird der Schwerpunkt der Aktivitäten im Ausland vermehrt auf eine klare Fokussierung in ausgewählten Schlüsselbranchen gelegt. Die Marktbearbeitung erfolgt primär in den zehn Schwerpunktländer Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, Indien, China, Grossbritannien, Russland und Brasilien. Dort (und in 12 zusätzlichen Ländern) profitiert die nationale Standortpromotion von der bewährten Zusammenarbeit mit den Swiss Business Hubs (SBH) (als Teil der Schweizer Botschaften). Die Neuansiedlungen 2017 sind immer noch ähnlich auf die Branchen verteilt wie in den Vorjahren. Wie bereits im 2016 siedelten die Kantone auch 2017 die meisten Firmen in den Branchen Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und Life Sciences an. Fast die Hälfte der Firmen stammen aus diesen Bereichen.


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