• Remo Daguati, CEO LOC AG

Informelle Planung schafft Vertrauen

Starre und hoheitliche Instrumente der klassischen Raumplanung können Arealentwicklungen erschweren. Solange das Vertrauen zwischen den Akteuren (v.a. Grundeigentümer, Behörden) nicht hergestellt ist und bereits ersten Prüfungen standgehalten hat, sollten behörden- oder eigentümerverbindliche Instrumentarien nicht angewandt werden.

Der formelle Festsetzungscharakter von Entscheidungen und Varianten wird in einer frühen, meist volatilen Phase der Arealentwicklung schnell zum Nachteil. Entsprechend sollte gerade während der Latenzphase (siehe Link unten) vorerst auf informelle Planungsinstrumente zurückgegriffen werden, welche sich, sobald das Vertrauen zwischen den Akteuren gebildet werden konnte, mit wenig Aufwand in formelle Beschlüsse umwandeln lassen.

Allen informellen Planungsinstrumenten ist gemeinsam, dass sie aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen äusserst flexibel gehandhabt werden können. Auswahl und Ausdifferenzierung können an die konkreten planerischen Erfordernisse angepasst werden. Jedoch bedarf es an Selbstverantwortung und Selbstkontrolle im Umgang mit informellen Planungsinstrumenten, da ein Ausscheren eines Akteurs das Vertrauen auf Jahre schädigen kann.

Eine Anwendung dieser informellen Planungsinstrumente wird in der Latenzphase gerade deshalb empfohlen, da sie einen Ausgleich der Machtverhältnisse zwischen Behörden, welche tendenziell formelle Verfahren mit behörden- und eigentümerverbindlichen Plänen präferieren, und Eigentümern, deren Eigentumsfreiheit durch informelle Verfahren möglichst lange geschützt wird, schaffen.


Siehe auch: Die 7 Phasen einer erfolgreichen Arealentwicklung




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