• Remo Daguati, CEO LOC AG

Wozu Co-Working Spaces?

Coworking-Spaces haben sich auch in der Schweiz etabliert. Gab es vor sechs Jahren – neben den schon seit längerem etablierten Business-Centern, Technoparks und Inkubatoren – gerade mal zehn dieser neuartigen flexiblen Büroangebote, sind es heute über 200. Bis 2022 sollen gemäss einer Studie* die Co-Working Spaces in der Schweiz auf 300 Anbieter anwachsen.

Anbieter von Coworking konzentrieren sich im Unterschied zu den traditionellen Business-Centern nicht nur auf die Vermietung von Büroarbeitsplätzen. Ihr Fokus liegt auf der Verpflegung und dem Austausch zwischen den Mitgliedern im Sinne einer Community. Solche Formen des Arbeitens sind im Zeitalter der Netzwerk-Ökonomie stärker gefragt. Offene Bürolandschaften werden mit Begegnungszonen kombiniert. Am allerwichtigsten ist Gastgeber vor Ort, also der anwesende Community-Manager. Dessen zentrale Aufgabe es ist, die Mieter untereinander bekannt zu machen, um sie geschäftlich weiterzubringen, aber auch für eine gute Atmosphäre zu sorgen, die kleinen Probleme des Büroalltags abzuholen und Lösungen zu bieten.

Auch Grossunternehmen steigen ins Coworking ein

Die Nachfrage nach Coworking stammt längst nicht mehr nur von Startups, Selbständigerwerbenden, Freelancern oder anderen Kleinfirmen, die sich kaum Büros mit Sitzungszimmern oder Verpflegungsräumen leisten können. Ein immer wichtigeres Nachfragesegment sind Grossfirmen, die den Mitarbeitenden nebst eigenen Büroflächen auch flexible Angebote am Wohnort oder Aussenarbeitsplätze anbieten wollen, um kreative Ideen zu entwickeln. Ein Rückgriff auf solche Formen ist oft günstiger, als im eigenen Bürogebäude Konferenzräume auszuscheiden, die schlecht genutzt sind. Firmen können so ihren Mitarbeitern auch Abwechslung und ein innovationsförderndes Umfeld anbieten, was im Wettbewerb um Fachkräfte zum Plus werden kann.

Von der Nische zum etablierten Angebot?

Coworking ist in der Schweiz nach wie vor eine Nische. Laut Immodea liegt der Marktanteil derzeit bei 0,9% der Büroflächen. Experten schätzen, dass der Shared Office Markt in der Schweiz bis 2025 zwischen 5% bis 10% des bestehenden Büromarktes ausmachen wird, wie dies in New York oder Amsterdam bereits heute beobachtet wird (8% bzw. 6%). Grössere Schweizer Städte werden dieses Niveau mittelfristig sicherlich ebenfalls erreichen.

Kürzere Mietlaufzeiten, mehr Flexibilität

Ansiedlungswillige Firmen verlangen Shared Offices

Die Nachfrage nach kurzfristig verfügbaren, ausgebauten und unbefristet anmietbaren Büroflächen bzw. der Trend zu Shared Offices wird anhalten. Mieter werden kürzere Mietlaufzeiten anstreben, gleichzeitig werden voll ausgebaute Flächen, die einen schnellen Bezug ermöglichen und auch Wachstumsphasen rasch absorbieren lassen, nachgefragt sein. V.a auch ausländische Firmen, welche sich in der Schweiz ansiedeln lassen, fragen zu fast 75% solche Büroformen an, um die ersten Phasen des Markteintritts zu gestalten.


Quelle: Immodea: Daniel Hediger, Shared Office Monitor 2019, www.immodea.ch


Link zur Studie siehe https://alacasa.ch/fileadmin/uploads/alaCasa-Partnermeeting_Nov_2019/immodea_Shared_Office_Monitor_2019.pdf

Beispiel Büro Züri Community, Sommer 2018, https://buero-zueri.ch/

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